Pferde & SocialMedia

Passt das zusammen? Hat sich die letzten Jahre, im Kommen der immer größer werdenden Social – Medienpräsenz, der Reitsport verändert? Ich habe mir in den letzten Wochen ziemlich oft diese Frage gestellt und möchte meine Gedanken in diesem Beitrag mit Euch teilen.

Ich finde, dass sich im Allgemeinen sich der Reitsport gerade sehr stark entwickelt – auf und ab. Denn der Sport wird immer teurer, die Gehälter weniger und auch der Pferdemarkt ist nicht mehr das boomende Geschäft wie vor 10 Jahren. Man merkt es deutlich an dem Rückgang der Turnierausschreibungen, der begrenzten Startplätze und an den Ehrenpreisen, die in meinen Erinnerungen sonst sehr üppig ausgefallen sind. Aber woran liegt das ? Ich habe das Gefühl, gerade weil ich täglich im Social Media Bereich zu tun habe, durch meinen Blog und den Sozialen Netzwerken, dass sich immer mehr Veranstalter große Mühe geben, den Reitsport wieder interessanter und lebendiger zu gestalten. Sei es eine Clinic mit weltbekannten Reitern oder Veranstaltungen, wie das CHIO-Bloggertreffen, wo Influencer die Möglichkeit bekommen, zum Beispiel mit einem der Bundestrainer persönlich eine Trainingseinheit zu Reiten. Es wird gerade versucht, über die Sozialen Netzwerke unseren „Elitesport“ in ein besseres Licht – durch mehr Transparenz – zu rücken. Kann das klappen? Gerade der Turniersport hat in den letzten Jahren durch die Öffentlichkeit, der modernen Art & Weise „Handy hoch & Film ab“ , ihr Fett abbekommen. Aber nicht nur die Veranstalter versuchen der sich ändernden Nutzung der Medienlandschaft anzupassen:

Ich habe letztes Wochenende aufgrund des Bloggertreffens ein Gespräch mit Otto Becker – dem Bundestrainer der Springreiter und Fabienne Müller-Lütkemeier (Dressurreiterin für Deutschland) ein paar Antworten für euch festgehalten, die meiner Meinung nach, sehr offen gegenüber „Social Media im Reitsport“ sind. Da wäre zum Beispiel die Antwort auf die Frage, ob Otto Becker >Social Media< auf die Nerven ginge: „Er sieht sich nicht nur als Bundestrainer, sondern auch als Botschafter des Pferdesports. Das was uns alle verbindet, ist die Liebe zu den Pferden. Ich bin offen für Neues und das verbindet uns.“ Er sagt, er beschäftige sich gerne mit dem Thema und nein, es geht ihm nicht auf die Nerven. Genauso wenig wie Fabienne – sie sagt: „Man versucht sich reinzudenken und ein offenes Ohr für dieses Thema zu haben.“ Klare und ehrliche Antworten, wenn ihr mich fragt, denn es wird mit den Jahren nicht so ganz unwahrscheinlich sein, dass Zeitungen durch Social Media und Internetbeiträge komplett ersetzt werden. Sie sind schnell und „on time“- angepasst an die heutige Welt.

Wie man schon erahnen kann, wird nichts auf der Welt von Social Media verschont bleiben – man muss irgendwo hinnehmen, dass sich der Wandel der schnellen Informationen mehr über das Internet und der Generation Y verbreitet. Mal eben schnell die Ergebnisse checken oder live am Handy die Prüfung verfolgen ist keine neue Welt, die man betritt, sondern der Wandel der Zeit und der Technik, der wir heute hinterherrennen. Schnell & einfach. Mit einem Klick.Mein Fazit zu „Pferde & Social Media?“ lautet:Es kann klappen, wenn wir dabei nicht vergessen, dass wir alle nur Menschen sind die auch Fehler machen können. Wichtig ist aber vor allem, dass wie Fabienne Müller – Lütkemeier sagt: “Pferde sind unsere Freunde. Und so sollten wir sie auch behandeln!“ Wahre Worte, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollten, um unseren Sport wieder zu dem zu machen, wie er eigentlich ist.