Alle Jahre wieder

ist für mich das Festhallen Reitturnier in Frankfurt das Highlight zum Jahresende. Nicht nur die herrlich weihnachtliche Dekoration lässt erahnen, dass es nun in schnellen Schritten auf Weihnachten zu geht, sondern auch die gesamte Atmosphäre. Überall ist es festlich geschmückt, Weihnachtsmusik ertönt aus den Lautsprechern und das Beste daran ist der Pferdegeruch, welcher sofort in die Nase steigt, sobald man durch die ersten Türen der Frankfurter Festhalle schreitet.

4 Tage lang treten Reiterinnen und Reiter in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Von ganz Klein bis ganz Groß können Zuschauer ihren Stars die Daumen drücken, nebenbei ein paar leckere Crêpes mit Schokocreme vernaschen und für diejenigen, die noch kein passendes Weihnachtsgeschenk gekauft haben, gibt es in der Shoppingarea an etwa 120 Ständen genügend zu entdecken.

Spitzensport in meiner Heimat. Natürlich kann ich mir dieses Event als absolute Pferdenärrin nicht entgehen lassen. Dank der PST-GmbH war ich die gesamten Tage ein Teil meines Traditions-Turnieres und muss gerade jetzt feststellen, dass die Zeit doch immer schneller vorübergeht, wenn es am schönsten ist.

Meinen zwei- und vierbeinigen Lieblingssportlern so nah wie möglich zu kommen, ist mir in den vergangenen Tagen nicht nur einmal passiert. Die Zuschauertribünen lassen keinen Klang der donnernden Hufe aus, der Pferdegeruch steigt bis in die letzten Ränge und am Abreiteplatz hat man die Möglichkeit, seinen Stars noch näher zu sein, als sonst. Gerade in der Frankfurter Festhalle ist es sehr wahrscheinlich, dass dir der eine oder andere Star über den Weg läuft, wenn er gerade auf dem Weg zum Aufwärmplatz oder in den VIP-Bereich ist. „Hast du gesehen? An uns ist gerade XY vorbeigelaufen! Den habe ich doch eben noch in der Prüfung reiten sehen.“ Solche Sätze hörte ich tatsächlich immer wieder, gerade von unserem jungen Sportnachwuchs, der den großen Traum hat, später mal in die Fußstapfen ihrer Idole zu treten.

Spitzensport mit großen Gefühlen, vorweihnachtlicher Stimmung und ganz viel Teamgeist. Das Programm war auch in diesem Jahr wieder vorbildlich gemischt, sodass für Jedermann/-Frau etwas dabei gewesen ist: Angefangen beim Schauwettkampf, Fahren,  Führzügelklasse – ich sage ja, der Sportnachwuchs ist den Großen schon dicht auf den Fersen😂 –  bis hin zum höchsten Dressur -und Springsport und nicht zu vergessen ein mitfieberndes Publikum, was jeden Schritt akribisch mitverfolgt und teilweise auch im Inneren mitreitet. Da wird in den Einerwechseln hin und her geschaukelt, bei einer gefallenen Stange der Fuß gehoben und bei einer tollen Runde auf den Oberschenkel geklopft. Hessen reitet mit. Von Groß bis Klein – 4 Tage lang wurden aus 20 Nationen, die Besten der Besten gekürt und gleichzeitig zu einer Gemeinschaft, die ihren Sport gemeinsam feiert. Meine Highlights in diesem Jahr waren definitiv der Int. Grand Prix Kür mit Musik und der große Preis von Hessen. Diese Feinabstimmung und die Individualität der Musik haben mich wirklich fasziniert. Und physisch mitgeritten bin ich auch. Selbstverständlich habe ich auch beim Springsport zugesehen und musste mit Bedauern feststellen, dass es bei den Profis immer leichter aussieht, als es tatsächlich ist. Was die Pferde und die Reiter, sowohl im Springen als auch in der Dressur aus sich herausholen, ist wirklich eine athletische Höchstleistung. Da werde ich in diesem Leben bestimmt nicht mehr hinkommen, obwohl dass seit meiner Kindheit auf dem Wunschzettel ganz oben steht. Wenigstens beim Zuschauen und mentalen Mitreiten kam ich diesem Traum auch in diesem Jahr wieder ein kleines Stückchen näher.

Große Emotionen und ein paar Tränen bei der Verabschiedung „Adieu Unee BB!“. Jessica von Bredow – Werndl entließ ihr Erfolgspferd nach einem letzten Ritt in einem Lichtermeer und unter Klavierbegleitung in die wohlverdiente Rente. Nach der Erzählung seiner Lebensgeschichte aus der „Ich-Perspektive“ und den Worten „Danke für alles!“ war es um mich geschehen und die Tränchen kullerten meine Wangen hinunter.

Reitsport ist Teamsport. Das unterstrich Jessica von Bredow-Werndl mit der Verabschiedung ihres Spitzenpferdes „Unee BB“ unter diesen traumhaften Bedingungen.

Ich persönlich finde es immer schön, Traditionen wieder aufleben zu lassen und somit freue ich mich auch schon wieder auf das Jahresende 2019, wo das „Opernhaus des Pferdesports“ die Tore für den schönsten Sport der Welt für uns wiedereröffnen wird.

Ein großes Dankeschön geht auch an die Organisatoren und Sponsoren, denn ohne die wäre es erst gar nicht möglich zu der schönsten Zeit im Jahr, solch ein großes Event in so einem großen Rahmen steigen zu lassen. Auch noch einmal vielen Dank an PST Paul Schockemöhle Marketing GmbH  für die Akkreditierung und die großartige Organisation.

Ingrid Klimke und Franziskus

 

Dorothee Schneider bei der Siegerehrung

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